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International solidarity

Aufruf für eine lebenswerte Zukunft der Bergarbeiter und ihrer Familien!

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Written by Administrator Thursday, 12 August 2010 20:33

Die Massenarbeitslosigkeit hat einen Nachkriegsrekord erreicht. Die RAG/DSK ist einer der führenden Arbeitsplatzvernichter - und kassiert Milliarden Subventionen. Die Politik der Merkel/Müntefering-Regierung stürzt die Langzeitarbeitslosen, Rentner, Alleinerziehende und Kranke in Armut. So kann es nicht weiter gehen! Deshalb treten wir für eine breite Bewegung gegen die Massenarbeitslosigkeit und gegen die drastische Verschlechterung der bisherigen Lebensverhältnisse ein:

Der "Anpassungsprozess" ist vollständig gescheitert

Seit 1990 wurden im Bergbau über 88.000 Arbeitsplätze vernichtet. Sämtliche bisherigen Konzepte eines angeblich "sozialverträglichen" Anpassungsprozesses sind vollständig gescheitert und haben sich als immer rasanterer "Gleitflug" in die Arbeitslosigkeit entpuppt.

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Pressemitteilung über eine Resolution der Bochumer Montagsdemo

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Written by Administrator Tuesday, 10 August 2010 14:00

Montagsdemonstration Bochum 2.8.2010
An die Bergleute im Ruhrgebiet und ihre Familien
Kumpel für Auf

Liebe Kumpel,
Die Bergleute und das ganze Ruhrgebiet waren immer dagegen, dass der Bergbau im Ruhrgebiet vernichtet werden soll. Der Bergbau mit seiner Tradition hat das Ruhrgebiet und seine Ruhri’s geprägt. Nicht zuletzt die „Schachtzeichen“ haben gezeigt, wie sehr sich die
Bevölkerung mit dem Bergbau verbunden fühlt.
Kohle ist ein wichtiger Rohstoff, z.B. in der chemischen Industrie. Er wird gebraucht und ist viel zu schade fürs Verfeuern. Wir treten deshalb zugleich für die Umstellung auf regenerative Energien ein. Als die Beendigung des Bergbaus bis 2018 beschlossen wurde, haben die Politiker und die RAG getönt: „Keiner fällt ins Bergfreie.“ Alles Lug und Trug. Die, die dass behauptet haben, wussten ganz genau, dass die EU-Subventionen nur bis Ende 2010 bewilligt hat. Denen, die das behauptet haben, saß der große Bergarbeiterkampf von 1997 im Nacken und sie haben auch nicht den Protest von 13.000 Bergleuten vor dem Landtag 2007 vergessen. Subventioniert wurde sowieso nie der Bergmann und seine Familien, sondern der Umbau der RAG zur Evonik.
Mit Empörung haben wir erfahren, dass die EU mit dem Ende von Subventionen 2014 ein Ende des Bergbaus in Deutschland, Spanien, Polen, Rumänien und Großbritannien verordnen will. Ins gleiche Horn hatten vorher Wirtschaftsminister Brüderle und die Grünen im Bundestag gestoßen. Unsere Jugend braucht eine Zukunft. Die Montagsdemonstration war von Beginn an eine Bewegung von Arbeitenden und Arbeitslosen gegen die Regierung und ihre Politik. Sie ist ein Sprachrohr verschiedener Bewegungen – auch der Bergleute.
Alle Verträge sind damit null und nichtig und die Karten werden neu gemischt:
  • Die Bergleute, ihre Familien und die Bevölkerung müssen sich überLändergrenzen hinweg die Hände reichen – wir sind alle Kumpel!
  • Sofortige Aussetzung aller Stillegungsbeschlüsse und ihres Vollzuges. Kein einziger Arbeitsplatz wird aufgegeben, bevor nicht ein gleichwertiger Ersatzarbeitsplatz geschaffen ist, z.B. im Ausbau regenerativer Energiequellen.
  • Der Bergbau als einer der großen Ausbilder im Ruhrgebiet muss erhalten bleiben.
  • Ihr seid nicht allein. Das Ruhrgebiet wird hinter euch stehen.
Einstimmig verabschiedet von der Montagsdemonstration Bochum am 2.8.2010
Moderatoren: Ulrich Achenbach / Christoph Schweitzer
   

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